Mommy Time Out

 

 

 

 

Wir Mamis sind doch auch nur Menschen, oder wie war das? Auch wenn wir Super Moms in unserer eigenen Wahrnehmung natürlich vollkommen unersetzlich sind, so gibt es manchmal einfach Situationen im Leben, da sind wir Mamis, mal länger als eine Nacht nicht zu Hause und der Laden läuft trotzdem weiter. Ob das jetzt gewollt oder ungewollt passiert, spielt keine Rolle. Der Papa hat auf einmal das Zepter zu Hause in der Hand und übernimmt die Verantwortung (nicht, dass er vorher keine Verantwortung getragen hätte, aber wir Helicopter-Mamis – dazu zähle ich mich jetzt einfach mal – haben gerne alles selbst im Griff).

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und auch wenn wir es uns nicht vorstellen können, dass ohne uns überhaupt irgendetwas läuft, außer vielleicht die Näschen unserer Kleinsten und glaubt mir, meine Nervosität steigt ins Grenzenlose, wenn ich über Nacht wegbleiben muss – das Rad dreht sich weiter und zu Hause geht alles seinen normalen Gang (ja, auch ohne uns). Die tausend Fragen, die mir durch den Kopf gehen, schiebe ich dann immer schnell zur Seite:

 

 

 

 

 

Wie schafft er das nur mit vier kleinen Kindern alleine zu Hause? (Hallo? Das ist mein täglich Brot.)

 

Das kann ich meinem Mann doch wirklich nur schwer zumuten. (Warum denn nicht?)

 

Ob ich meine Mutter fragen soll, ob sie für die drei Nächte bei uns einzieht und ihn unterstützt? (Na, die wird sich bedanken und der Mann auch.)

 

Hat er die Nummer vom Kinderarzt? (Zumindest hat er ein Telefon und einen den Kopf, den er benutzen kann.)

 

Weiß er wirklich wieviel Milch Johann abends noch trinkt? (Ist doch eigentlich auch egal – er wird auch mal so schlafen können.)

 

Ob er die Rolladen auch ganz heruntermacht? (Und wenn nicht, dann werden die Kinder halt morgen früh eher wach.)

 

Hoffentlich stellt er alle Babyfone auf On. (Das werde ich per Telefon später noch einmal checken ;-)).

 

Wird er nachts auch von alleine wach, wenn ein Kind ruft? (Die meisten Kinder sind ja mittlerweile alt genug, um zu ihm zu kommen, wenn er sie nicht hört.)

 

Denkt er dran den Wecker zu stellen? (Telefon-Check.)

 

 

 

 

Ihr seht: ich spinne. Alles Quatsch. Es handelt sich ja nicht um mein 5. Kind. Ein erwachsener klar denkender Mann – mein MANN – hält das Familienzepter jetzt in der Hand. Wenn ich das doch schaffe, warum sollte er es nicht tun? Mein Mann wird es bestimmt nicht genauso machen wie ich. Aber er wird es machen und zwar richtig gut, auf seine eigene Art und Weise.

 

 

 

Das Schlüsselwort heißt da wohl einfach Vertrauen und Loslassen Können. Es sind ja nur ein paar Tage.

 

 

 

 

Trotzdem habe ich zu Hause das ein oder andere „vorbereitet“, worüber er (das weiß ich) tatsächlich dankbar ist. Denn die Klamotten-Auswahl am frühen Morgen z.B. fällt ihm schon mehr als schwer, wenn ich dabei bin. Darum habe ich für jedes Kind die passenden Anziehsachen für alle Tage herausgelegt, so dass er diese Sorge weniger hat. Ihr mögt das für übertrieben halten, aber wenn es morgens hektisch wird, weil der Große nun einmal pünktlich zur Schule muss, erleichtern einem die vier kleinen Kids zu Hause den Prozess des Anziehens nicht gerade. Und um Diskussionen (insbesondere bei den Mädchen) zu vermeiden, sehen sie bereits am Abend vorher, dass, was am nächsten Morgen angezogen wird und dann gibt es auch keine Diskussion mehr.

 

 

Außerdem habe ich meinen Lieben zu Hause (die größte Sorge von uns Mamis – bekommen auch alle genug zu Essen ;-)?) den Kühlschrank und die Brotvorräte aufgefüllt. So kann ein Einkauf mit vier Kindern vermieden werden und alle werden satt.

 

 

Ward Ihr auch schonmal ohne Mann und Kinder über Nacht weg? Wie war es? Wie habt Ihr das empfunden? Ich freue mich auf Eure Kommentare.

 

 

 

 

 

 

Und jetzt werde ich das Gedankenrad im Kopf um andere Dinge kreisen lassen und wünsche Euch einen schönen Tag, Ihr Tollen.

 

 

 

Eure Alexandra

 

 

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