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Unser jüngstes Familienmitglied wird in ein paar Tagen 9 Monate alt und trinkt natürlich schon lange nicht mehr nur Muttermilch. Wie schnell die ersten Monate mit einem Neugeborenen umgehen ist einfach unglaublich. Bei jedem Kind geht es gefühlt schneller. Wisst Ihr was ich meine?

Begonnen habe ich bei unserer kleinen Elisabeth, wie bei allen unseren Kindern, mit Muttermilch. Wir hatten das große Glück, dass unsere Kinder alle gerne von der Brust getrunken haben. Das hat mir und auch den Kleinen insbesondere den Anfang natürlich sehr erleichtert. Ich empfand es immer als ziemlich praktisch und angenehm, die Trinknahrung direkt steril dabei mit bei zu haben, egal zu welcher Tages- oder Nachtzeit. Kein Fläschchen, das erst auf Temperatur gebracht werden muss, kein Tropfen zuviel, den ich wegschütten musste. Die Milch immer „on point“ . Natürlich weiß ich auch, dass diese Möglichkeit nicht immer selbstverständlich ist, umso mehr wusste ich es zu schätzen, diese Möglichkeit zu haben. Dennoch ist auch der erste Anfangszauber irgendwann einmal zu Ende, spätestens dann, wenn der Arbeitsalltag bei der Mama wieder los geht. In unserem Fall kam die Zeit mit dem Arbeitsalltag sehr schnell, denn ich bin bereits Anfang Oktober wieder in den Job zurückgegangen. Diese Entscheidung haben wir, wie die meisten Entscheidungen, gemeinsam als Familie getroffen, denn nur Zusammen können wir an einem Strang ziehen. In einer großen Familie ist das oberste Gebot miteinander zu sprechen und daraus wächst Vertrauen und vor allem auch Transparenz für jedes Familienmitglied. Wir müssen nicht immer einer Meinung sein, aber bei den wichtigen Entscheidungen werden alle mit eingebunden.

Auch wenn ich Anfang Oktober wieder zurück ins Berufsleben eingestiegen bin, konnten Elisabeth und ich immer noch nachts stillen. Das hat uns beiden noch ein wenig Innigkeit und gemeinsame Zeit gegeben und tat sehr gut. Ihr könnt Euch sicherlich vorstellen, dass die Kinder in einer großen Familie auch relativ schnell das probieren möchten, was sie sehen, das auch die anderen gerade tun. So sitzen auch die Babies bei uns direkt mit am Esstisch und werden auf diese Weise in die Familien-Rituale früh mit integriert. Elisabeth hat von Anfang gesehen, dass wir, wann immer es möglich ist, gemeinsam essen, mindestens eine Mahlzeit am Tag, alle gemeinsam zu uns nehmen. In dieser Zeit werden wichtige Erlebnisse, Pläne und Wüsche besprochen und ich finde, gerade die Gespräche am Tisch sind unglaublich wichtig. Ziemlich schnell möchten Babies auch etwas essen und trinken, wenn sie sehen, dass die Geschwister und auch die Eltern am Tisch etwas essen. So habe ich, auch bei Elisabeth, bereits früh, mit etwa vier Monaten begonnen, ihr erste Löffelchen an reiner Pastinake und reiner Möhre zu geben. Aller Anfang ist schwer und auch bei Elisabeth hat der Zungenstoßreflex nicht direkt nachgelassen. Wir haben viele Löffelchen gebraucht, bis das Essen dann auch mal im Mund geblieben ist und nicht direkt wieder hinausgeschoben wurde. Das ist aber völlig normal. Ich kann Euch da wirklich beruhigen. Insbesondere dann, wenn Ihr auch so früh beginnt mit der Beikost, ist es nur logisch, dass die Kleinen mit ihrer Zunge dem Reflex folgen, den sie sonst von der Brust oder dem Fläschchen her kennen. Irgendwann haben sie den Dreh aber endlich raus und es beginnt für sie der Spaß. Essen vom Löffel zu bekommen macht Spaß und noch mehr Spaß macht es mit allen gemeinsam zu essen.

Ich weiß, wie gerne Ihr immer hört, was meine liebsten Breirezepte für den Anfang sind und ich habe auch schon einmal in der Vergangenheit darüber einen Bericht geschrieben. Trotzdem verrate ich Euch natürlich auch heute wieder ein ganz tolles und einfaches Rezept, das Elisabeth richtig gut schmeckt und von dem sie gar nicht genug bekommen kann. Dazu solltet Ihr erst einmal wissen, welches Gemüse sich für den ersten Babybrei eignet. Normalerweise solltet Ihr immer mit süsslichen und milden Sorten starten, da fällt der Übergang von Muttermilch oder Flaschennahrung nicht ganz so schwer. Unsere Kinder hatten da ganz unterschiedliche Geschmäcker doch alle haben von Anfang an gerne Pastinake gegessen. Großer Vorteil von Pastinake: ihr bekommt die Flecken leicht wieder aus der Kleidung. Das sieht bei orangefarbener Möhre schon anders aus. Ebenfalls neben Möhre und Pastinake gehen auch immer gut Kürbis und Süsskartoffel. Wenn diese ersten Schritte gut geklappt haben und Euer Baby auch schon wieder ein paar Wochen älter ist, dürft Ihr auf jeden Fall auch ein wenig Kartoffel mit dazu geben. Das mache ich eigentlich dann immer im nächsten Schritt. Nie „nur“ Kartoffel, aber eben unter Pastinake oder Möhre untergehoben. Mittlerweile ist Elisabeth schon so weit, dass sie fast alles klein püriert mitessen kann (natürlich ohne Salz oder aufdringliche Gewürze etc.).

Brokkoli-Kartoffel-Brei (ab dem 6. Monat)

  • 100 Gramm Brokkoli
  • 50 Gramm Kartoffeln
  • 150 ml Wasser
  • 1 EL Rapsöl

Ihr könnt das Gemüse ganz einfach auswechseln, wenn Eure Kinder nicht so gerne Brokkoli essen. Für uns ist es ziemlich praktisch. Wir lieben Brokkoli und so kann ich ganz einfach, wenn ich für uns Brokkoli koche, direkt für Elisabeth etwas mitkochen. Ihr wascht den Brokkoli und schneidet kleine Röschen in der gewünschten Menge ab. Ebenfalls wascht Ihr die geschälten Kartoffeln und schneidet sie auch in kleine Stückchen. Die Kartoffeln bringt Ihr mit dem Wasser zum Kochen. Nach 10 Minuten köcheln lassen, gebt Ihr bitte für die restlichen 10 Minuten den Brokkoli dazu. Diese leckere Mischung mit dem Pürierstab (ruhig im Kochwasser) pürieren und das Öl am Ende unterrühren. Vorsichtig beim Füttern: es ist natürlich noch extrem heiß. Wartet ein wenig und schon wird Euch aus der Hand gegessen ;-).

Natürlich sollt Ihr auch gerne noch ein „süßes“ Lieblingsrezept von mir bekommen. Das gibt es hier gerne mal am Nachmittag zwischendurch.

Apfel-Mandel-Brei mit Haferflocken (ab dem 7. Monat)

  • 100 Gramm Äpfel
  • 1 TL Mandelmus
  • 20 Gramm weiche Haferflocken
  • 1 TL Rapsöl

Ihr wascht die Äpfel gründlich und entfernt das Kerngehäuse. Schneidet den Apfel in mittelgroße Stücke und gebt sie zusammen mit dem Mandelmus in eine Küchenmaschine zum zerkleinern/kleinhacken. Die feinen Haferflocken gebt Ihr bitte zusammen mit etwa 120 ml Wasser in einen Topf und lasst sie aufkochen. Unter Rühren etwa 2 Minuten kochen lassen und dann den Topf vom Herd nehmen. Rührt Euren Apfel-Mandel-Mix darunter und lasst es gut abkühlen. Das Rapsöl noch darunter geben und fertig ist ein leckerer Nachmittags-Brei. Auch hier gilt natürlich wieder: erst die Temperatur überprüfen und dann füttern.

Bei den Zutaten achte ich sehr darauf regional und wenn das noch möglich ist auch regional und bio zu kaufen. Wir gehen auf den Wochenmarkt und kaufen am liebsten dort oder im Bio-Supermarkt unsere Lebensmittel ein.

Dennoch wäre es gelogen, wenn ich behaupte, dass Elisabeth ausschließlich nur Selbstgekochtes isst und ich nicht auch einmal in einem Supermarkt oder Discounter einkaufen gehe. Auch dort gibt es sehr gute Bio-Lebensmittel und Produkte. An manchen Tagen ist die Zeit neben Beruf, großem Haus und vier anderen Kindern, die Aufmerksamkeit benötigen eben knapp und dann setze ich Prioritäten. Und sind wir mal ganz ehrlich. Mir persönlich bereitet das weder ein schlechtes Gewissen, noch ein ungutes Gefühl. Darum kaufe ich auch gerne einmal sehr gute Gläschennahrung von der Aldi Süd Eigenmarke „Mama Bio“ (klick hier), die unserer kleinen Elisabeth nicht nur hervorragend schmecken, sondern die auch noch kindgerecht und ausgewogen ist.

Wie denkt Ihr darüber und teilt mir doch gerne einmal Eure ganz eigenen liebsten Breirezepte mit. Ich freue mich auf den Austausch mit Euch.

Elisabeth ist ein sehr neugieriges Kind und bislang eine sehr gute Esserin. Da haben wir großes Glück und es macht großen Spaß ihr beim Entdecken von allem was neu ist zuzusehen.

Viel Freude mit unseren Rezept- und Gläschentipps.

Eure Alexandra

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