Aus dem Leben

 

Hand auf´s Herz. Was denkt Ihr, wie es in einem Haus mit vier kleinen Kindern unter sieben Jahren ausschaut? Klare Sache. Es herrscht (egal, wie oft Du versuchst hinterher zu räumen) das Chaos. Das ist aber auch total okay. Wir haben für uns gemeinsam entschieden, dass unsere Kinder unser Wohnzimmer bespielen und belagern dürfen. Das ist natürlich reine Geschmacksache und jeder kann es halten, wie er will. Für mich ist es momentan jedoch einfach viel praktischer, weil die Kinderzimmer in der oberen Etage liegen und ich nicht immer für jedes bisschen hoch und runterrennen möchte (bin ich etwa zu bequem ;-)?). So befinden sich die Kinderküche, der Kaufladen, mehrere Bobby-Cars, unser Puky Wutsch, Legokisten, Holzspielzeugkisten, Bastelschubladen und ein Kindertisch mit passenden Kinderbänken im Wohnzimmer.

 

 

Mir wird glücklicherweise eine tatkräftige Haushaltshilfe gegönnt, die mich 2x in der Woche wo sie nur kann für ein paar Stunden unterstützt (glaubt mir, dafür bin ich unendlich dankbar), aber dennoch. Ich wische, fege, sauge, räume und putze fast den ganzen Tag. Es schaut nach kurzer Zeit sofort wieder wild und messy aus. Am allergemeinsten sind aber die Tonnen an Sand, die unsere Kinder Tag für Tag aus Kindergarten und Schule (ja, auch aus der Schule – ehrlichgesagt dachte ich, dass diese Schuhe voll Sand mit der Einschulung ein Ende haben – weit gefehlt. Lasst Euch gesagt sein, es wird noch schlimmer.) mitbringen. Ich glaube, würde ich den ganzen Sand sammeln, wir hätten reichlich Nachschub für den Sandkasten im Garten.

 

 

Ja, was machen denn Deine Kinder? Müssen die nicht mithelfen? fragt Ihr Euch jetzt. Zurecht. Sie spielen, toben und räumen unglaublich ungerne auf. Ist doch normal oder? Finde ich auch. Doch einer fällt da bei uns aus dem Rahmen. Unser Großer ist das komplette Gegenteil. Das verstärkt natürlich noch die Unlust unserer beiden kleinen Grazien. Sobald ich sage: Los geht´s. Wir räumen alle mal ein bisschen auf. Ich kann den Teppich ja schon gar nicht mehr erkennen (selbstverständlich räume ich als Vorbild mit auf ;-)), höre ich nur aus dem Wohnzimmer. „Setzt Euch ruhig auf´s Sofa. Ich mache das schon.

 

Und glaubt mir: er macht das schon und er macht das so gerne. Wirklich. Aber das kann doch nicht sein, oder? Wenn ich das mitbekomme, gehe ich direkt hin zu den Zwergen und sage natürlich, dass ALLE, die gespielt haben auch aufräumen müssen. Klare Sache. Wo kommen wir denn da hin, wenn unsere Mädels nur noch aufräumen lassen. Ja glaubt Ihr denn das hat keine Auswirkungen auf ihr späteres Leben? So werden sie doch niemals einen Mann finden ;-). Aber ich kann machen was ich will. Max Power hat sich sogar schon Taktiken überlegt. Er parkt seine beiden Schwestern auf dem Spielteppich, sagt ihnen, sie sollen so tun, als würden sie das Legospielzeug wegräumen. Er übernimmt dann den Rest. Und glaubt mir, er hat da auch seine ganz eigene Ordnung. Und er will auf gar keinen Fall, dass irgendwer ihm diese Ordnung durcheinander bringt. Da wird nicht einfach nur aufgeräumt. Nein, da steckt richtig Plan hinter. Manche Kästen werden nach Farben sortiert und manche nach Größe. Wenn ich ihm dabei zusehe, muss ich einfach ständig an diese Fernsehserie Monk denken. Kennt Ihr die noch? Der verrückte Detektiv mit den Zwangsneurosen?

 

Ist das nur eine Phase? Oder erst der Anfang. Wir lassen ihn einfach mal machen, wenn ihn das glücklich macht. Aber für seine Schwestern muss ich mir dann etwas anderes überlegen. So leicht sollen sie ja doch nicht wegkommen. Was denkt Ihr?

 

 

Habt Ihr auch Kinder, die gerne aufräumen?

 

 

Ahoi,

 

Eure Alexandra

 

 

One thought on “Hilfe, mein Kind ist ein Ordnungsmonk”

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