Manchmal ist das Leben doch schon Abenteuer genug

 

 

Auf keinen Fall möchte ich von mir behaupten, dass wir unsere Kinder zu 100 % bedürfnisorientiert erziehen wollen / erziehen können. Mittlerweile sind wir seit fast 8 Jahren Eltern und ich kann mit erhobenem Kopf behaupten, dass wir in diesen acht Jahren bestimmt viele viele Fehler gemacht haben. Fehler zu machen ist das normalste von der Welt und es gehört selbstverständlich dazu, zum Eltern-Da-Sein. Kein Mensch ist perfekt. Das was zählt ist, sich diese Fehler einzugestehen und es beim nächsten Mal besser machen zu wollen.

 

 

 

Kinder brauchen keine perfekten Eltern. Sie brauchen Eltern, die für sie da sind. 

 

Insbesondere beim Großen noch hatte ich das Gefühl ihm einfach so viel bieten zu müssen. Pläne zu schmieden, Ausflüge zu organisieren, Treffen mit anderen Müttern, ganz bestimmte Bücher vorzulesen, die „gerade halt gelesen werden“ oder auch schon unter 3 Jahren in einen Turnverein eintreten zu müssen. Was für ein Quatsch.

 

 

 

 

Wie sehr mich diese Planungen unter Druck und in Stress versetzt haben, habe ich spätestens mit der Geburt unseres zweiten Kindes gemerkt. Wieviel wertvolle Zeit verloren gegangen ist. Und was noch viel schlimmer ist, wie sehr es auch die Kinder stresst zu „Terminen“ gehetzt zu werden, anstatt einfach gemeinsam zu „leben“. Sich treiben zu lassen. Schauen wonach einem „Heute“ der Sinn ist.

 

Vielleicht malen wir heute ein Bild mit Wasserfarben oder mit Buntstiften, vielleicht puzzeln wir auch einfach den ganzen Nachmittag, so lange bis wir alle Puzzle durchhaben. Vielleicht liegen wir aber auch einfach nur im Garten auf einer Decke und schauen in den blauen Himmel. Lassen wir uns doch einfach überraschen und hören wir auf, uns selbst unter Druck zu setzen, nur weil die Anderen es auch machen.

Wie oft habe ich schon gehört, dass es gerade in der „heutigen Zeit“ wichtig ist unsere Kinder früh genug auf den globalen Konkurrenzkampf vorzubereiten, Sie in ganz bestimmte Richtungen zu lenken. Ihnen am besten bereits vor der Einschulung eine Fremdsprache oder den Umgang mit dem Computer beibringen zu lassen,

 

Ganz ehrlich? Wo bleibt denn da das Kind? Wo bleibt die unbeschwerte Kindheit, die wir hatten? Ich bin der Meinung, dass unsere Kinder ganz von alleine ihren eigenen Interessen nachgehen werden, genau dann wenn sie es für richtig halten, Und nicht dann wenn wir es gerne hätten. Schließlich reden wir immer noch von unseren Kindern und nicht von Maschinen. Mir ist ziemlich schnell bewusst geworden mich von diesen Müttern zu distanzieren, die ihre Kinder bereits im Kindergarten drei- bis viermal in der Woche verplanen, weil sie ja sonst im Leben nicht mitkommen werden. Ich glaube fest daran, dass unsere Kinder von ganz alleine früh genug entscheiden, welcher Leidenschaft und welcher Fähigkeit sie intensiver nachgehen möchten, ohne das ich sie in eine bestimmte Richtung lenke.

 

Irgendwann kam der Tag bei uns, da sah mich der Große an und sagte: „Ich möchte aber heute nirgendwo hinfahren. Ich möchte einfach nur zu Hause bleiben mit Dir. “ Erst da ist mir so richtig bewusst geworden, dass es auch nicht schlimm ist, Termine einfach mal abzusagen. Langfristig abzusagen.

 

Der Begriff Slow Parenting ist schon länger in aller Munde und ich mag diese Modewörter eigentlich gar nicht. Jeder will auf einmal irgendwie dazugehören, auch ein Familienbett haben müssen, Stillen so lange wie möglich. Dabei ist das doch auch wieder irgendwie ein Stück weit „Gruppenzwang„. Den richtigen Weg gehe ich dann, wenn ich auf mein Herz höre und nicht auf Andere.

 

Stress entsteht, wenn wir leben, um es anderen recht zu machen. 

 

 

Eure Alexandra

 

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