Der Weg zum Logopäden – Reden lernt man durch Reden

 

 

Sprechen ist eines unserer Grundbedürfnisse und unglaublich wichtig und wertvoll.

 

In den ersten Monaten haben wir den Gedanken immer ein wenig zur Seite geschoben und gedacht, ach, das kommt schon noch. Jedes Kind ist anders und es gibt Kinder, die zunächst das Laufen erlernen und es andere Kinder, die als Erstes Sprechen lernen.

 

Unsere Charlotti konnte bereits sehr früh laufen. An ihrem 1. Geburtstag, ich weiß es noch wie heute, sind wir gemeinsam mit dem großen Brunder in die Gruga, ein großes grünes Erholungsgebiet, gefahren und haben unseren Nachmittag auf dem Spielplatz verbracht. Dabei ist Charlotte schon bereits ziemlich sicher gelaufen.

 

 

Sprechen gelernt hat sie eigentlich auch relativ schnell, aber nie ganz „sauber“. Hallo? Denkt Ihr Euch jetzt sicher. Das ist doch wirklich vöööööllig normal. Ist es ja auch.

 

Aber diese kleinen Fehler haben sich tatsächlich bis heute durchgezogen und verglichen mit Theresa, die wie ihr wisst, zwei Jahre jünger ist, hängt Charlotte tatsächlich sprachlich ziemlich hinterher.

 

In der letzten Woche nun hat mich erstmals eine liebe Erzieherin aus dem Kindergarten damit konfrontiert. Ehrlichgesagt haben der Mann und ich oftmals über die kleinen Sprachfehler, wie: „Bist Du schon angezieht?“ oder „Was haben wir denn eigentlich morgen gegessen?“ oder „Bah, ist die Trizione sauer“ hinweggesehen. Natürlich haben wir die Sätze oder Wörter dann immer richtig für sie wiederholt, aber es sind keine immer wiederkehrenden „Fehler“, wie das bspw. beim Stottern in bestimmten Situationen der Fall ist. Charlotte spricht zum einen sehr undeutlich (als hätte sie ständig eine Kartoffel im Mund – das ist jetzt etwas übertrieben, aber so in etwa) und zum anderen häufen sich einfach Grammatik und Aussprachefehler. Das führt dazu, dass sie teilweise an Gesprächen am Tisch, je nachdem wer dabei sitzt, nicht teilnimmt, weil sie Hemmungen hat. Das ist nicht gut und ich möchte, dass auch sie sich wohlfühlt in ihrer Haut.

 

Im nächsten Jahr soll Charlotti eingeschult werden (der Einschulungstag ist zufälligerweise auch noch ihr Geburtstag) und bis dahin möchten wir ihr mithilfe eines Logopäden über diese leichten Sprachbarrieren hinweghelfen. Das ist auch gar nichts wofür sie sich schämen müsste, im Gegenteil. Wir gehen das lieber jetzt an, als wenn dann kurz vor dem Schulbeginn irgendein Druck entstehen sollte.

 

Der Logopäde kommt sogar in den Kindergarten. Das finde ich äußerst praktisch und dafür bin ich auch sehr dankbar. So ein zusätzlicher Nachmittags-Termin mit vier Kindern ist doch ehrlichgesagt immer eine kleine Belastung.

 

Gespannt bin ich aber schon mit welchen Übungen der Logopäde, Charlottis Sprachbarriere in den Griff bekommen will. Wir werden sicher auch die ein oder andere Aufgabe für zu Hause bekommen :-).

 

 

Mit dieser kleinen Geschichte wollte ich Euch eigentlich nur Mut machen und sagen, dass es gar nicht schlimm ist, wenn auch Euer Kind einmal Probleme beim Sprechen oder mit der Aussprache hat. Es gibt Menschen, die einem mit diesen kleinen Barrieren lieb zur Seite stehen und ich bin mir sicher, dass je eher wir das angehen, desto schneller sehen die Kinder auch selbst Erfolge. Das Selbstbewusstsein und der Charakter werden gestärkt. Denn es gibt doch nichts Schlimmeres, wenn Kinder gehänselt werden, weil sie sich vielleicht aufgrund ihres Sprachfehlers nichts trauen zu sprechen oder stottern oder sich nicht richtig verständigen können.

 

Was meint Ihr dazu?

Habt Ihr auch bereits Erfahrungen mit einem Logopäden gemacht?

 

Viele Grüße,

Eure Alexandra

 

6 thoughts on “Sag mal Zitrone – Trizione”

  1. Ich finde es richtig gut!Ihr macht das richtig. Ich spreche es immer wieder mal in der Kita an dass mein Grosser (3 Jahre alt) Probleme beim „s“ hat und immer die Zunge an den Zähnen hat.Die meinen ich soll noch warten dass würde sich noch geben. Abwarten…Ansonsten auch zum Logopäden.Dafür sind sie da 🙂

    1. Liebe Anna,
      ja, ich finde auch, dass man doch eigentlich nichts falsch machen kann. Im Gegenteil. Je länger wir warten, desto mehr prägen sich die Sprachfehler ein….. vielen Dank für Deinen lieben Kommentar und viele Grüße sendet,
      Alexandra

  2. Liebe Alex, auch wir haben schon Erfahrung mit Logopäden. Unsere älteste Tochter ist mit Gaumenspalte zur Welt gekommen und wir haben, als sie 3 Jahre alt wurde, mit Logopädie begonnen. Sie hat zwar früh angefangen zu sprechen, hatte aber Probleme mit dem „s“. Es klang bei ihr immer wie ein weiches „ch“. Statt „Sonne“ war es dann „chonne“. Es ist aber alles ganz toll geworden und man merkt ihr heute nichts mehr an! ☺ Eurer Charlotte kann bestimmt auch prima geholfen werden! Alles Liebe und einen dicken Drücker! Ela (emslandkinder)

    1. Hi Ela,

      danke erstmal für deinen lieben Kommentar. Ja, ich bin mir auch ziemlich sicher, dass Charlotte mithilfe ihrer Übungen ganz schnell alles im Griff haben wird. Sie freut sich auch richtig drauf. Das zeigt mir auch nochmal, alles richtig gemacht zu haben.
      Ganz liebe Grüße sende ich dir,
      Alex

  3. Hej Alex, unser Kleiner ( inzwischen 5) geht schon seitdem er 3 ist zur Logo. Er war motorisch sehr fix dabei und lief mit 10 Monaten. Sprachlich hinkte er jedoch recht hinterher und sprach am Tisch und auch so sehr wenig.. Inzwischen redet er wie ein Wasserfall und nutzt einen umfangreichen Wortschatz, was unteranderem aber auch vom Vorlesen kommt. Grammatikalisch gesehen ist noch nicht alles perfekt, aber es wird ?. Ich kann den Besuch bei der Logo nur positiv sehen. Liebe Grüße Maria

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