Fahrrad-Ausflug mit Kindern

 

 

Wie sich das so gehört zum Vatertag, haben wir mit dem Papa und anderen Papas und Mamas gemeinsam eine tolle Radtour unternommen. Geplant haben wir Mädels von der „Baby-Gang“ (bitte nicht lachen über den Namen ;-)) diesen Tag schon länger. Doch ehrlich gesagt kam ich vor der Tour noch ein wenig ins Schwitzen. Aus den verschiedensten Gründen.

 

 

 

 

 

 

Ich gehöre ja zu der Spezies Mamis, die Probleme zwar sehen und ständig auf dem Schirm haben, sie aber so lange verdrängen können, bis es schon soweit ist, dass die eigentlich leichte Lösung des Problems zu einer ordentlichen Herausforderung wird. Warum weiß ich nicht, aber offensichtlich brauche ich einfach diesen Nervenkitzel.

 

Das die Reifen unserer Fahrräder, also von Charlotte und mir, platt sind, das ist nichts Neues. So gar nichts Neues. Mein Reifen ist schon über den ganzen Winter platt und der Reifen von Charlotti schon auch locker 4 Wochen. Natürlich kann der Mann auch Reifen flicken, das sagt er zumindest. Aber dafür benötigt er Flickzeug. Das haben wir  nicht (noch nie gehabt) vorrätig im Schuppen, so dass ich dafür hätte ins Fahrradgeschäft fahren müssen. Damit will ich sagen, den Mann trifft selbstverständlich gar keine Schuld. Er hat mich des Öfteren sogar daran erinnert. „Aber, wir haben ja noch genug Zeit.“ Bis dann der letzte Montag kam und ich wusste, ok, am Donnerstag brauchen wir unsere Räder. So habe ich unsere Räder auf den letzten Drücker zum Fahrradgeschäft gebracht und musste mir noch den Spruch vom Verkäufer anhören: „Wie, da hat Ihr Mann nicht mal 10 Minuten Zeit, um Ihre Räder zu flicken?“ Nun ja, ich habe mich dann irgendwie rausgeredet. Schwer beschäftigt, arbeitet von morgens bis abends (was ja nicht gelogen war) und ist selten zu Hause. Unterm Strich: das Problem mit unseren Rädern war gelöst, Häkchen gesetzt (ganz zur Freude des Mannes, der wahrscheinlich sowieso keine Lust gehabt hätte, die Löcher zu flicken).

 

 

 

Das nächste Problem bestand darin, dass das gute Fahrrad vom Mann im letzten Jahr geklaut wurde. Übersetzt: er hat kein Fahrrad mehr. Ohne Fahrrad, keine Fahrrad-Tour, er muss schließlich die Kinder im Croozer hinter sich herziehen. Aber ich, wäre nicht ich, wenn ich nicht auch dieses Problem gelöst bekomme. Lange Rede kurzer Sinn: dank der örtlichen Kleinanzeigen habe ich auch dieses Problem innerhalb eines Tages in den Griff bekommen.

 

 

Ganz souverän (der Mann hat schon nicht mehr dran geglaubt, dass wir heute bei der Tour dabei sind), habe ich dann vor 2 Tagen meine Ergebnisse präsentiert. Ein wenig stolz war ich ja schon. Aber ehrlich gesagt, worauf? Das ich Probleme, die mir bereits seit langer Zeit bekannt waren auf den letzten Drücker gelöst habe? Na ja, wie es auch sei. Gefreut habe ich mich doch, dass alles noch geklappt hat.

 

 

Der Rest des Tages war eigentlich ein Selbstläufer, wenn man davon absieht, dass ich bereits 2-3 Stunden vor der Tour beschäftigt war, noch einmal die „Checkliste“ durchzugehen.

 

Fahrradtour-Checkliste

 

  • Ist genug Luft auf allen Rädern?
  • Extra Luftpumpe mitnehmen
  • Flickzeug einstecken
  • Croozer ans neue Fahrrad vom Mann anschließen
  • Croozer kurz mal auf Vordermann bringen (ähnliches Problem wie gerade schon beschrieben – die Reste vom Ausflug davor sollte man einfach direkt aus dem Croozer herausnehmen und nicht erst bis zum nächsten Ausflug warten ;-))
  • liegen alle Fahrradhelme bereit?
  • 6 Trinkflaschen mit Wasser befüllen
  • Windeltasche mitnehmen
  • reichlich Proviant einpacken
  • extra Kekse
  • Erste Hilfe Kid (ganz wichtig)
  • extra Fahrradsitz bei mir auf das Rad schnallen (das war unsere Lösung, falls Charlotti ihre erste Fahrradtour mittendrin abbricht – hat sie aber nicht – hurrahhhh)
  • Sonnencreme einstecken (wichtig: mindestens 30 Minuten vor der Tour alle Kinder und auch mich selbst eincremen – um dann nicht zu bedenken, dass die Kinder wieder direkt zurück in den Sandkasten springen und danach wie panierte Hühnerhälften aussehen)

 

 

 

 

 

 

 

Pünktlich um 15 Uhr wurden wir abgeholt und haben uns auf die Sättel geschwungen. Meine erste Befürchtung, dass Johann den kompletten Nachmittag im Croozer verschlafen würde und dann heute Nacht nicht mehr, war übrigens vollkommen unbegründet. Ich habe nicht daran gedacht, dass Theresa neben ihm im Croozer sitzt. Sie hat ihn erfolgreich wachgehalten ;-).

 

 

 

 

 

 

Die erste Strecke haben wir uns auf die Männer verlassen, zumindest was die Navigation anging. Nun ja, was soll ich sagen, wie es ausging. Ich darf mich bei diesem Thema auch nicht weit aus dem Fenster lehnen. Aber: wir waren schonmal schneller in der Grafenmühle. Aber bei diesem Geschenk an Wetter hat die Extrarunde doch Spaß gemacht. Wir haben uns unser Radler wohlverdient. Die Kinder haben ein Eis bekommen und waren auch überglücklich. Am Ende unserer Tour haben wir sogar noch ein schönes gemütliches Picknick am Spielplatz gemacht und waren allesamt überglücklich.

 

 

 

 

 

Auch wenn ich mich heute wiederhole: aber ich war ziemlich stolz auf Charlotte und Max, die mit ihren kurzen Beinchen wirklich alles gegeben haben und so super Rad gefahren sind. Anfangs war ich offengestanden noch ein wenig skeptisch was das Durchhaltevermögen von Charlotte angeht. Unserer kleinen Diva hätte ich auch eine große Show zugetraut, aber nein. Ganz im Gegenteil. Die Fahrradtour hat ihnen richtig viel Spaß gemacht und ich bin mir sicher, dass wir sie garantiert wiederholen werden.

 

 

Auch an dieser Stelle kann ich für alle unter Euch, die überlegen sich einen Fahrradanhänger zu kaufen, sagen: diese Anhänger sind Gold wert. In den Fahrradanhängern (unser Modell ist ein Croozer Kid for 2*) passen nicht nur locker ganz gemütlich zwei Eurer Kinder, sondern auch noch eine Picknickdecke, eine prall gefüllte Tasche mit Proviant, Wasserflaschen und Wickelzeug. Absolutes Must Have mit mehreren Kleinkindern, meiner Meinung nach.

 

 

Startet gut ins Wochenende,

 

Eure Alexandra

 

 

 

 

 

 

 

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