Meistens muss ich mir gar nicht groß Gedanken machen, was die Kinder in ihren Ferien mal so anstellen könnten. Der eine hört für sein Leben gerne Hörspiel-CD´s und lernt Autokennzeichen auswendig und die andere liebt ihre kleinen Handarbeiten, von denen immer gleich mehrere parallel laufen.

Auch wenn der Rest des Gartens mit der Hitze gar nicht so gut klar kommt, so haben die Kräuter weniger ihre Probleme. Natürlich benötigen auch die ihre tägliche Ration Flüssigkeit, aber lange nicht so viel wie die Zierpflanzen, die ständig „Durst“ haben. In den letzten Wochen haben wir immer wieder mal Kräuter abgeerntet und zum Trocknen im ganzen Haus verteilt. Das duftet unfassbar gut überall und der Geruch der verschiedenen Kräuter bedeutet für mich immer, jetzt ist es wirklich Sommer. Unsere Charlotti wollte schon immer einmal ihre eigenen Kräutersäckchen fertigstellen und so haben wir gestern kurzerhand damit begonnen. Sie hat sich die ersten Stoffreste aus den großen Stoffkisten bei mir im Zimmer herausgesucht, die sich übrigens ganz wunderbar dafür eignen und mir dieses Mal beim Nähen nicht mehr nur aufmerksam zugesehen, sie hat auch selber Hand anlegen dürfen. Das war wohl ihr persönliches Highlight.

Nachdem sie sich erst einmal ihren Lieblingsstoff herausgesucht hat, haben wir die Kräutersäckchen zugeschnitten. Kleine Kräutersäckchen, die auch locker in die Socken-Schublade oder ins Schrankfach passen.

Nachdem Charlotte alles richtig schön ordentlich zugeschnitten hatte, nahm sie sich die Stecknadeln und steckte ihre Kräutersäckchen ab. Dann durfte es auch schon fix an die Nähmaschine gehen.

Säckchen nähen, das schafft wohl jeder, der eine Nähmaschine besitzt. Wirklich eine tolle Übung für alle Nähanfänger. Noch habe ich das Pedal an der Nähmaschine getreten, aber Charlotte saß direkt neben mir und hat die Fäden immer alleine vernäht. Anschließend haben wir uns den Vorrat an Lavendel aus dem Haus zusammengesucht und noch leckere getrocknete Zitronenmelisse darunter gemischt und fertig waren die Füllungen der Kräutersäckchen.

Die Säckchen mussten wir jetzt nur noch verschließen und zu diesem Zweck hat Charlotte mir dann direkt einmal gezeigt, wie „Fingerhäkeln“ funktioniert. Klar, Häkeln ist mir gut bekannt, aber Fingerhäkeln kannte ich jetzt noch nicht. Und weil das so schön einfach und genau das richtige für zwei kleine Ferienhände ist, haben ja vielleicht auch Eure Kinder Spaß daran. Charlotte hat sich aus den Bändern bereits Gürtel fertiggemacht oder einfach als Schnur zum Seilchen springen benutzt.

Ihr benötigt lediglich nur Wolle und Finger. Dann kann es auch schon losgehen.

Ziel ist es mit den Fingern einfach „Schläuche“ zu häkeln. Wie das geht seht Ihr auf den Bildern.

Das Ende wird einfach verknotet. Somit habt Ihr nicht einfach nur ein Stück Schnur sondern eine etwas festere Kette.

Schöne Ferien weiterhin,

Eure Alexandra

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