Großfamilien-Wahnsinn im Supermarkt

 

 

Einkäufe erledige ich am liebsten alleine. Ganz alleine und in Ruhe. Wie oft ich das machen kann? So gut wie nie. Und nicht selten passiert es auch, dass wir ein Großfamilien-Einkaufs-Wahnsinn erleben dürfen. Insbesondere in den Ferien kommt es des Öfteren vor, dass ich mit allen 4 Kindern in unseren Bus steige und zum Einkaufen fahre. Bereits die Fahrt zum Supermarkt hin gestaltet sich mitunter problematisch, weil bereits im Fahrzeug unter den Kindern geklärt werden will, wer an welcher Hand, in welchem Einkaufswagen und an welcher Stelle des Einkaufswagens steht oder sitzt (war der Einkaufswagen nicht eigentlich für die Lebensmittel vorgesehen?).

 

 

 

 

 

 

Hier der erste Tipp: Wir klären bereits IM Auto oder am besten noch zu Hause die Sitzordnung im Supermarkt. Denn nichts ist stressiger für Eltern und Kinder, wenn bereits vor dem Einkauf ein mittellautes Gerangel um die Sitzplätze im Einkaufswagen entsteht.

 

 

 

Jetzt mache ich das ja nicht erst seit gestern mit zahlreichen Kindern einkaufen zu fahren, es macht mir und bestimmt auch den Kindern immer noch keinen großen Spaß, aber es wird entspannter. Ein gewisser Lerneffekt ist auch bei mir aufgetreten. So konnte ich mir gut merken, was super ankam und was weniger gut ankam beim Großfamilien-Einkaufs-Wahnsinn mit den Kindern.

 

Heute stelle ich Euch darum meine TOP 6 der Tipps für ein möglichst stressfreies Einkaufen für und mit Kindern auf. Hoffentlich helfen sie Euch und Euren Kindern auch in schwierigen Situationen weiter und sorgen für weniger „Vor Wut Auf den Boden-Schmeißer“ ;-).

 

 

 

TOP 6 für entspannteres Einkaufen mit Kindern

 

 

 

 

  1. Verteilt Aufgaben an Eure Kinder: drückt jedem Kind im Vorfeld einen eigenen Einkaufszettel in die Hand. Kinder, die selber laufen können und nicht mehr im Wagen sitzen müssen, dürfen auch alleine etwas tun. Übertragt Euren Kindern auch ein wenig Verantwortung („Bitte holst Du 2 Becher Sahne?„, „Würdest Du bitte 5 Äpfel aussuchen?„). Falls Eure Kinder noch nicht selbstständig lesen können, malt ihnen einfach die Lebensmittel etc. auf (oder lasst sie es sogar schon zu Hause selbst aufmalen). So werden auch Kinder, die zwar schon laufen aber nicht lesen können mit einbezogen in die Aufgabenverteilung.

 

Wichtig: besprecht vorher zu Hause schon ein paar Regeln (z.B. nicht rennen, schreien, rangeln etc. im Supermarkt).

 

 

 

2.  Bezieht Eure Kinder aktiv in die Produktauswahl mit ein: bevor es zu Hause wieder heißt: „Das mag ich nicht .“ oder „Das sieht ja komisch aus.“ oder „Die Frucht kenne ich aber nicht und probieren möchte ich sie auch nicht.„, geht im Supermarkt bereits mögliche Alternativen mit Euren Kindern durch und lasst am Ende auch schonmal Eure Kinder entscheiden. Das gibt Euch ein gutes Gefühl, die Kinder haben großen Spaß etwas selbst zu entscheiden und zu bietet sich weniger die Möglichkeit etwas selbst Ausgesuchtes zu verweigern. Zumindest ein Probieren ist dann bei uns drin.

 

 

 

3. Was das Einkaufsverhalten angeht, gilt bei unseren Kindern die gleiche Devise wie bei uns selbst. Wer geht schon gerne mit knurrendem Magen durch volle Supermarktregale?

 

 

 

Niemals Hungrig Einkaufen Gehen

 

 

Warum sollten unsere Kinder anders sein als wir selbst? Mit hungrigem Magen fällt es schwer an Leckereien und Snacks einfach so vorbei zu gehen. Darum vorher immer noch etwas essen. Dann wird auch weniger gequengelt.

 

 

 

4. Und falls doch einmal alle Stricke reißen, habt auf jeden Fall etwas zum Ablenken mit dabei. Auch wenn es pädagogisch sicherlich fraglich ist (da steht mir mein Seelenfrieden doch etwas näher ;-)), drücke ich gerade den Kleinen, die den Einkaufswagen eben noch nicht verlassen dürfen, aber gerne würden, auch schonmal  ein Stück Apfel oder ein Stück trockenes Brötchen in die Hand. So haben sie eine Kleinigkeit zum Knabbern und sind erst einmal eine kleine Weile abgelenkt.

 

 

 

5. Geht niemals mit Euren Kindern einkaufen, wenn sie sich im Vorfeld nicht schon ordentlich zu Hause verausgabt haben. Besser die Kinder sind ein wenig erschöpft, als das sie noch ihre ganze geballte Power während des Einkaufs loswerden wollen. Dann kann es richtig anstrengend werden. Was glaubt ihr, auch diesen Fehler, habe ich bereits mehrfach gemacht. Die beiden Großen steigern sich dann dermaßen hinein, dass sie mit den kleinen windschnittigen Kinder-Einkaufswagen ein munteres Rennen durch die Gänge des Supermarkts starten (mein Ermahnen und Rufen wird dann einfach schlichtweg überhört – der Funfaktor zählt ;-)). Leute werden zu spät gesehen, Regale umgerissen, aber die Kids kommen voll auf ihre Kosten. Nur die Mama leider nicht. Aber auch das ist wieder ein Punkt, der bei uns im Vorfeld als „Regel“ aufgestellt wird.

 

 

Es gibt keine Rennen mit dem Einkaufswagen durch den Supermarkt.

 

 

 

5. Läuft der Einkauf gut, gibt es am Ende für jedes Kind eine kleine Belohnung. Am Ende des Einkaufs darf sich jedes Kind ein eigenes Produkt (nichts riesiges – z.B. den Lieblingsjoghurt oder die Lieblingswurst, den Lieblingskäse) selbst aussuchen und mitnehmen. Es kommt ja nicht jeden Tag vor, dass alle Kinder beim Einkaufsmarathon dabei sind und großen Spaß haben sie auch nicht dabei. Das darf dann auch belohnt werden.

 

 

 

6. Kinder brauchen Regeln und Rituale: Quengeln gibt´s nicht – gibt es natürlich doch – Aber: Bleibt, wenn irgendwie möglich, hart, gebt nicht nach. Haltet Euch an die Regeln, die Ihr gemeinsam mit Euren Kindern im Vorfeld aufgestellt habt. Beim Einkaufen ist es wie mit den Ritualen zu Hause, z.B. beim Einschlafen. Kinder brauchen Regeln, an die sie sich halten können. Regeln fördern die Selbstständigkeit, schaffen Ordnung und geben Euren Kindern Sicherheit. Selbstverständlich und völlig natürlicherweise wird gequengelt, auch wenn wir im Vorfeld gemeinsam Regeln aufgestellt haben. Das ist doch auch total normal und vollkommen in Ordnung. Trotzdem habt Ihr es beim nächsten Einkauf direkt leichter, wenn Ihr die Regeln nicht brecht. Sondern Euch daran haltet.

 

 

 

Nicht das Kind soll sich der Umgebung anpassen. Sondern wir sollten die Umgebung dem Kind anpassen.

(Maria Montessori)

 

 

 

Vielleicht denkt Ihr vor dem nächsten Einkauf an mich und die Liste und habt dann (hoffentlich) ein entspanntes gemeinsames Einkaufen gemeinsam mit den Kindern.

 

 

Happy Kids – Happy Life,

Eure Alexandra

 

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