Der Lehrer muss passiv werden, damit das Kind aktiv werden kann.

Maria Montessori

 

 

Übung 1:

 

Gleich zum Wochenanfang mag der Regen vor der Türe nicht mehr aufhören. Und das auch noch in den Sommerferien. Da muss ein Alternativprogramm her, denn bei dem anhaltenden Regen kann der Große leider nicht wie gewohnt von morgens bis abends draußen spielen. Um ihm neben seinen gewohnten Indoor-Aktivitäten ein wenig Abwechslung zu bieten, haben wir heute spielerisch mit seinen Magnetbuchstaben Wörter auf die Keksdose geschrieben. Der erste Effekt war: Oh cool. Die bleiben da ja hängen und der zweite Effekt war instinktiv: Welche Wörter fallen mir selber ein, wenn ich die ganzen Buchstaben da vor mir liegen sehe. Eigentlich ist es genau so gelaufen, wie ich gehofft habe. Wissen tut man das ja nie so wirklich bei Kindern, aber in diesem Fall ist mein kleiner Plan aufgegangen.

 

 

 

Im Vorfeld hatte ich bereits einige Wörter auf weiße Zettel geschrieben, von denen ich wusste, dass sie bereits im Unterricht der ersten Klasse durchgenommen wurden. Auf diese Weise hatte Max einen leichten Einstieg. Er suchte lediglich die Buchstaben und verfestigte sein Wissen.

 

 

 

 

 

 

 

 

Als wir mit den „einfachen“ Wörtern durch waren, fing er an selber Wörter zu suchen und aufzupinnen. Zunächst waren das seine Freunde und Geschwister: Charlotte, Theresa, Johann, Greta, Moses, Tom, Alessio, Emma und Henry.

 

 

 

Danach ging es weiter mit Wörtern, die er aus seinem täglichen Umfeld her kennt. Darunter waren z.B. Fenster, Blume, Auto, Zitrone usw.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ohne es zu merken war er mit dieser kleinen Übung fast eine ganze Stunde beschäftigt. Er hatte sichtlich Spaß und einen Lerneffekt gab es auch noch.

 

 

 

 

 

 

Übung 2:

 

 

 

 

Diese Übung ist für Schulkinder eigentlich schon zu leicht. Darum habe ich es dem Großen freigelassen, ob er mitmachen möchte oder nicht. Für Vorschulkinder ist sie optimal, solange die Kinder auch wirklich interessiert sind.

 

Charlotte übt schon seit längerer Zeit sowohl ihren Namen, als auch den Namen ihrer Freundinnen und ich habe bemerkt, dass sie an dem Bilden einzelner Buchstaben zu Wörtern Spaß gefunden hat. Darum habe ich diese Übung für sie vorbereitet und mit ihr gemeinsam durchgeführt. Ich war mir ziemlich sicher, dass es ihr Spaß macht. Und genauso war es auch.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Angefangen haben wir mit ihrem eigenen Anfangsbuchstaben „C“, weil sie den schon so gut kennt. Aufgezeichnet habe ich das „C“ mit einem schwarzen Wachsmaler auf weißem Papier. Charlotte hat das „C“ mit dem Klebestift nachgemalt und dann die vorher kleinen gerissenen Schnipsel hinauf geklebt.

 

Auf diese Weise merken, lernen und behalten die Kinder bereits einzelne Buchstaben. Das ist natürlich auf keinen Fall wichtig mit 5 Jahren. Aber wenn die Kinder von sich aus danach fragen, darf man ihnen ruhig solche leichten spielerischen Übungen mit an die Hand geben. Und Charlotte hat danach noch ein großes „T“ für ihre Schwester Theresa, ein großes „M“ wie Maximilian und ein großen „J“ für Johann nachgeklebt. Sie fand die Übung richtig toll.

 

 

Und vielleicht habt Ihr ja auch Kinder, die an solchen Übungen Spaß hätten ;-).

 

Viel Spaß und liebe Grüße,

Eure Alexandra

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