Weihnachten ist etwas ganz Besonderes und genau darum sollten wir dieses Fest nicht nur besonders schön für uns gestalten sondern insbesondere auch für unsere Umwelt und unseren Planeten. Das ist er uns wert und dieses Geschenk dürfen wir ihm machen. Keine Kosumschlacht, Weihnachten ohne große Geschenkpapier-Müllberge, leckeres Weihnachtsessen nachhaltig und ökologisch vertretbar. 

Weil ich weiß, dass gerade an Weihnachten viele Tagesabläufe und Gewohnheiten seit Jahren automatisiert und festgefahren sind, möchte ich Euch mit unseren gesammelten Ideen einfach nur einen kleinen Denkanstoß geben, wie man gewisse weihnachtliche Traditionen (auch wenn sie schön sind) vielleicht einfach mal anders und aber mindestens genauso gut gestalten kann (inklusive gutes Gefühl dabei :-)). 

Na dann los, lasst uns grüne Weihnachten feiern:

  • Auch aus Deutschland produzierte Spielwaren sind toll und werden von unseren Kindern geliebt. Spielzeug, das fair und nachhaltig produziert wird. Spielzeug, das auch schon die ganz Kleinen bedenkenlos ansabbern und bespielen dürfen. Spielzeug ohne gesundheitsgefährdende Stoffe und ganz ohne Chemie. Genau zu diesem Thema gab es vor ein paar Tagen einen spannenden Artikel „In der Weihnachtsspielzeughölle„bei Spiegel Online, den ich Euch unbedingt gerne ans Herz legen möchte. Denn auch große Spielzeughersteller, wie Schleich, Ravensburger und Simba Dickie produzieren unter absolut unfairen Bedingungen ziemlich weit weg von Deutschland. Da ist gar nichts mit „regional und fair“. 
  • Nicht nur zu Weihnachten haben wir schon lange den „Küchen-Krepp“, die Küchenpapierrolle aus der Küche verbannt. Viel zu gute Alternativen, ob aus alten Stoffresten zusammengenähte Tücher oder gestrickte Spül- und Wischlappen. Bei Servietten verwenden wir bereits seit Jahren die guten alten Stoff-Servietten noch aus Omas Schrank. 
  • Könnt Ihr Euch ein Weihnachtsfest ohne Tannenbaum vorstellen? Also wir nicht. Aber wenn schon ein Tannenbaum, dann bitte Vorsicht bei der Auswahl. Denn Millionen von Tannenbäumen landen nach dem großen Fest leider einfach vertrocknet auf dem großen Reste-Müllhaufen, gleich neben dem Geschenkpapier. Nachhaltig geht anders. Weihnachtsbäume mieten z.B. ist in anderen Ländern bereits total normal. Bei Weihnachtsbaumfreun.de könnt Ihr Euch ja gerne mal umschauen, wenn Euch die Idee auch so gut gefällt. Es gibt doch einfach zu gute Alternativen zum „gewöhnlichen“ Tannenbaum. Wer doch unbedingt gerne den eigenen Baum hätte, der sollte sich einfach mal umhören nach Alternativen zur vielfach diskutierten Nordmanntanne. Fragt doch einfach mal bei Euren Förstern vor Ort nach, ob es eine Möglichkeit gibt, z.B. vom Sturm umgefallene Tannen zu erwerben. 
  • Was Eure Weihnachtsdeko angeht muss ich Euch unbedingt noch die originellen Bücher (klick) und den Blog  Blog Insel der Stille von meiner lieben und geschätzten Kollegin Sabine Seyffert ans Herz legen. Insbesondere im Hinblick auf inspirierende Upcycling-Ideen, kenne ich sonst keinen der so voller Ideen sprudeln.  
  • Auch Müllberge aus Geschenkpapier müssen heute nicht mehr sein. Bei Kleiner Elefant (klick) habe ich 25 ganz wunderbare Alternativen zum klassischen Geschenkpapier gefunden. Darunter z.B. alte Buchseiten, Stoffreste, Kinderzeichnungen oder auch wiederverwendbare Geschenkkartons. 
  • Kerzen ökologisch und nachhaltig. Ich glaube zu keiner Zeit wie im Advent zünde ich so viele Kerzen an. Für mich gehören Kerzen einfach zu dieser kuscheligen und wohligen Zeit dazu und sie spenden einen in der dunklen Jahreszeit wohltuende Wärme. Allerdings ist der Hauptbestandteil von Kerzen normalerweise Paraffin und Palmöl. Das geht aber auch anders, wenn Ihr das wollt. Beispielsweise sind Kerzen aus Bienenwachs (klick) eine ganz hervorragende Alternative und duften tun sie auch noch ganz natürlich wunderbar. Auch Kerzen aus Sonnenblumenöl gibt es mittlerweile (klick hier) oder Kerzen aus Sojawachs (klick). Wenn Ihr ganz auf der sicheren Seite sein wollt, dann achtet einfach auf das Bio-Siegel bei Kerzen. 
  • Abschließend möchte ich noch ein paar Worte zum Weihnachtsessen sagen. Da gibt es wohl nur die zwei Meinungen. Entweder total minimalistisch, so wie z.B. Kartoffelsalat mit Würstchen oder aber ziemlich „schick“ und ganz besonders, wie z.B. besonderer Fisch oder ein Stück besondres Fleisch. Was den Fisch angeht, da könnt Ihr Euch super erkundigen bei Worlds of Food (klick) oder auch bei Greenpeace (dort gibt es Einkaufsratgeber) welchen Fisch Ihr überhaupt noch bedenkenlos essen dürft. Wenn Ihr Fleischliebhaber seid, dann wisst Ihr ja wahrscheinlich selbst am besten, wo der Bio-Metger Eures Vertrauens liegt. 

Ich freue mich, wenn Ihr diese kleine Liste noch mit Euren eigenen Ideen ergänzt und erfüllt. Das wäre doch toll, wenn wir viele einzigartige Ideen zusammentragen, die unser Weihnachtsfest ein wenig nachhaltiger werden lässt. 

Eure Alexandra 

4 thoughts on “Wir feiern Grüne Weihnachten // Fair und Nachhaltig”

  1. Ohja dieses Thema beschäftigt mich dieses Jahr auch besonders.. ich kann es nicht ertragen in irgendwelche Kaufhäuser zu gehen. Alles zu viel.
    Diese Geschenkeflut ist echt heftig. Bin auch am überlegen, ob wir nächstes Jahr noch einmal einen Adventskalender machen.. hatten dieses Jahr einen mit Säckchen, aber ich hatte den Eindruck es ist unseren Kindern gar nicht so wichtig.. und irgendwie ist es ja doch wieder Kram, auch wenn ich wirklich ausgewählte Dinge hinein getan habe..
    Wie macht ihr das?
    Wir haben noch das Buch vom Esel Elias.. da dürfen die beiden abwechselnd einen Sticker ans Fenster kleben.
    Ist hier beliebter als der Kalender.. das machen wir also nächstes Jahr wieder..
    Und eure Kerzenspirale, die werden wir auch einführen.

    Wenn man erstmal anfängt sich mit dem Thema Nachhaltigkeit zu befassen, ist man echt nur noch am Grübeln.. geht dir das auch so?

    Wie regelt ihr das mit den Weihnachtsgeschenken?
    Unsere bekommen alle drei zusammen eine Kiste Kapla und einen Herzenswunsch erfüllt. Dann noch das obligatorische Spiel und jeder ein Buch..

    Liebe Grüße
    Und noch eine schöne Zeit euch!
    Mary (kleinerklabauter)

    1. Liebe Mary,

      hab vielen Dank für Deine ausführliche Antwort. Geschenke „ordnen“ wir vorher für uns. So hat jedes Kind die gleiche Anzahl an Geschenken (auf keinen Fall zuviel, am liebsten für jeden drei Geschenke) und sie sollten natürlich auch in etwa den gleichen Wert haben. Bei den Adventskalendern bin ich ganz bei Dir. Auch bei uns finden sie kaum noch Beachtung. Im nächsten werde ich das ganz anders machen. Es wird nur noch einen Kalender für die ganze Familie geben. Und jeden Tag darf ein Anderer (inklusive uns Eltern) ein Türchen öffnen.

      Übrigens, die Kapla-Steine stehen hier auch auf dem Wunschzettel ;-).

      Liebe Grüße sendet,
      Alexandra

  2. Lieben Dank für den Bericht, liebe Alex. Ich finde es gut an Weihnachten auch an die Umwelt zu denken. Bei uns werden die Geschenke meist in selbst genähten Stoffbeuteln versteckt, die aus dem Adventskalender stammen. Die haben wir daher in etlichen Größen. Für die restlichen Geschenke verwende ich meist Packpapier und auf den Tannenbaum verzichten wir seit Jahren.
    1000 Dank für den Link, du Liebe! Ich freue mich riesig darüber
    Herzliche Grüße,
    Sabine

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