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{Lies, um zu leben.}

Gustave Flaubert

Herbstzeit ist Lesezeit. Die warmen Sommertage sind gezählt und wenn ich mich auf eines freue im Herbst und im Winter, dann sind es die Lesestunden, die wir zusammen oder auch für uns alleine verbringen. Mittlerweile ist der Altersunterschied zwischen dem Ältesten (9 Jahre) und dem Jüngsten (3 Jahre) doch so groß, dass die älteren Kinder entweder schon für sich alleine lesen oder aber aufgrund ihrer unterschiedlichen Interessen zu Zeiten mit mir lesen, wenn die Kleinen nicht dabei sind. Es gibt aber auch immer noch die Klassiker, wie z.B. von Astrid Lindgren (Kinder aus Bullerbü, Madita etc.), wo doch wieder alle zusammen um mich herum sitzen und gespannt lauschen.

Heute möchte ich Euch die Bücher vorstellen, die uns gerade beschäftigen oder die ich uns für die kommende gemütliche Jahreszeit ausgesucht habe.

Mein kleines Jahreszeitenbuch – Hallo Herbst

Anfangen möchte ich bei den ganz Kleinen. Zum Bilderbuch Mein kleinen Jahreszeitenbuch – Hallo Herbst gibt es gar nicht viel zu sagen, außer, dass es ein wunderschönes stabiles Bilderbuch für kleine Lesemäuse zwischen 1 und 3 Jahren ist. Tolle bunte, dem Herbst entsprechende Illustrationen, die alles sagen, was den Herbst für Kinder ausmacht (z.B. Kastanien sammeln, buntes Laub, Drachen steigen lassen ….). Ganz wenig Text, vielmehr Raum zum selbst erzählen und das finde ich für dieses Alter auch genau richtig so.

Die kleine Maus und das goldene Blatt:*

Die kleine Maus und das goldene Blatt* ist da schon etwas anspruchsvoller. Die tolle Mutmach-Geschichte wird empfohlen für ein Alter von 3 bis 6 Jahren und handelt von Pippa, der kleinen Maus. Die Botschaft ist ganz simpel. Hast Du Dir etwas fest vorgenommen, dann musst Du auch für Dein Glück kämpfen. Aufgeben gibt es nicht und am Ende wird Dein Mut belohnt. Die Zeichnungen sind richtig schön und Pippa, die kleine Maus möchte unbedingt ein bestimmtes Blatt haben. Um an das goldene Blatt zu kommen, muss sie ziemlich viel Mut beweisen, auch wenn es mal Rückschläge gibt. Am Ende gibt es natürlich ein Happy End, Pippa erreicht ihr Ziel und der Herbst wird ganz nebenbei in dieser Geschichte ganz toll in den Bildern illustriert.

Herbst im Holunderweg*

Wir sind riesengroße Fans vom Holunderweg. Dort wohnen im Haus Nr. 7 Ida, Lennart, Ella, Malte und Bruno zusammen. Sie sind Freunde und freuen sich in Herbst im Holunderweg gemeinsam auf die schöne Jahreszeit. Sie verbringen die meiste Zeit zusammen und gehen auf die typische Entdeckungsjagd sim Herbst. Kastanien sammeln, Spielen im Laub und sogar ein Igelbaby retten

Insbesondere für unseren Großen, der (noch) nicht ganz so selbstverständlich Bücher zur Hand nimmt, sind solche Bücher immer ein Vergnügen. Vielleicht weil er sich selbst ein stückweit mit seinen Geschwistern oder Freunden in diesem Buch wieder erkennt.

Ebenfalls erschienen in der Reihe sind:

Ganz ähnlich vom Stil sind die Geschichten aus dem Möwenweg (klick)*. Auch die werden von unseren älteren Kinder sehr gerne gelesen.

Der Apfelbaum*

Der Apfelbaum* von Mira Lobe ist so ein Klassiker, der eigentlich in keinem Kinderzimmer fehlen darf. Wir hatten es uns bislang immer nur aus der Bücherei ausgeliehen und jetzt endlich, hat Theresa das Buch zu ihrem 5. Geburtstag geschenkt bekommen.

Das Buch ist eigentlich vielmehr ein Jahreszeitenbuch, das die Veränderung der Jahreszeiten anhand eines Apfelbaumes darstellt. Der Apfelbaum bietet vielen Tieren (Schmetterling, Siebenschläfer, Vögel, Maulwurf) ein zu Hause und kümmert sich darum, dass diese unterschiedlichen Tiere sich auch verstehen. Sie leben z.B. direkt an seinen Wurzeln, unter den Blättern oder in einer Asthöhle. Ein Lieblingsbuch von uns, dass den wahren Wert von Freundschaft deutlich herausstellt.

Ein Buch, das Generationen übersteht und immer wieder gerne zur Hand genommen wird.

Ein weiterer Klassiker von Mira Lobe, den wir lieben ist Das kleine Ich bin Ich*. Auch dieses Buch möchte ich Euch wärmstens ans Herz legen.

Afterwork Familie *

Und jetzt kommt zu guter letzt noch ein tolles Buch, eigentlich mehr ein Ratgeber von meiner Bloggerkollegin Nathalie Klüver, deren Blog Ganz normale Mama ich Euch unbedingt auch empfehlen möchte. Es ist verblüffend, wie sie es schafft mit drei Kindern immer wieder in einem rasanten Tempo so unglaublich gute Bücher zu verfassen.

Afterwork Familie – Wie Du mit wenig Zeit dich und deine Kinder glücklich* machst ist in neun Kapitel gegliedert, die in den neun Kapiteln im Prinzip alles abdecken, was am Nachmittag in Familien mit arbeitenden Elternteilen trotzdem noch alles vonstatten gehen muss. Die typischen Stressauslöser, wie Nörgeln beim Essen oder immer wieder Zeitdruck, damit man nicht zu spät kommt, werden behandelt und mögliche Lösungen diesen Stress zu vermeiden aufgezeigt.

Besonders gut finde ich die Einschübe „Kinder-Zitat“ und „Mama-Zitat“ wie z.B.:

Kinder-Zitat: Erst muss ich ganz lange auf Mama warten und dann müssen wir ganz schnell los, weil wir spät dran sind. Dann ich noch nicht einmal meiner Freundin Tschüss sagen, das ist unfair.

Mama-Zitat: Seit wir alle Nachmittagskurse zusammengestrichen haben, sind wir alle entspannter und besser gelaunt. Und die Kinder sind tatsächlich seltener krank. Mein Großer hatte montags Kinderturnen, die Kleine mittwochs musikalische Früherziehung und am Donnerstag ihren Turnkurs. Als dann noch der Seepferdchenkurs meines Großen am Dienstag dazukam, waren wir eigentlich nur dabei, ständig mit dem Auto hin- und herzufahren. (…)

Das kommt vielen unter Euch wahrscheinlich genauso bekannt vor wie mir. Irgendwann werden es einfach zu viele Nachmittags-Aktivitäten und man sollte sich, insbesondere für die Kinder, eingestehen, dass etwas gestrichen werden muss.

Ebenfalls sehr gut gefallen mit die Beispiele für Rituale, denn tägliche, wöchentliche, monatliche und jährliche Rituale geben Halt.

  • Lieblingstasse zum Frühstück benutzen (täglich)
  • eine Kerze beim Abendessen anzünden (machen wir bei uns z.B. jeden Abend und auch am Morgen) (täglich)
  • das Gutenachtlied (täglich)
  • der Pizzaabend am Mittwoch (wöchentlich)
  • der gemeinsame Großeinkauf (monatlich)
  • die ersten Frühblüher im Garten zählen (jährlich)

Besonders gut finde ich auch den Teil in Kapitel 5Nachmittags beginnt der Feierabend„, indem Nathalie verschiedene Fragen aufzählt, die Kinder zum Erzählen bringen sollen. Denn Kinder sollen ruhig ermuntert werden, von ihrem Tag zu erzählen.

  • Worüber hast du dich heute geärgert?
  • Was möchtest du einmal erfinden?
  • Wo würdest du hinfliegen, wenn wir jetzt sofort loslegen könnten?

(…)

Nathalie ist einfach mittendrin im Geschehen durch ihre eigenen drei Kinder und das merkt man ihren Ratgebern auch einfach an. Auch wenn einem viele Dinge vielleicht auf den ersten Blick plausibel erscheinen und vielleicht „nicht total neu“, so erhalte ich doch immer wieder neue Denkanstöße und Ideen, Dinge mal anders anzugehen und auszuprobieren. Sie nimmt einem den Druck perfekt sein zu müssen. Es geht auch ohne Stress und Hektik. Kinder brauchen vor allem Eltern, die für sie da sind und in viele Alltagsdinge lassen sich Kinder einfach auch perfekt mit einbinden.

Auch die anderen Bücher von Nathalie sind auf jeden Fall empfehlenswert. In jedem Buch erkennt man einfach wieder, dass sie weiß wovon sie spricht und eben auch gerade in genau den gleichen Situationen steckt wie wir alle.

Und wenn Euch das jetzt an Lesestoff noch nicht reicht. Unsere Herbstbuch-Klassiker habe ich bereits im letzten Jahr für Euch zusammengestellt (klick hier).

Viel Spaß beim Lesen,

Eure Alexandra

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