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Unsere Ferien in Quiberon (klick hier) waren so schön, schöner hätte der Start unserer Bretagne-Reise gar nicht sein können. Vom Strandurlaub bis hin zu verlassenen felsigen Buchten, mit rauhen und wilden Wellen, die aussahen als wären wir irgendwo in Irland, war alles mit dabei. Jeden Abend vor dem zu Bett gehen nochmal die salzige Haut schmecken und fühlen und dann völlig erschöpft ins Bett fallen. Doch nach einer Woche haben wir Quiberon verlassen, um unsere Bretagne-Reise weiter fortzuführen. Wir wollten ja noch ein wenig „mehr Meer“ sehen und sind der Straße entlang Richtung Norden gefolgt. Der Weg führte uns also weiter in den Norden der Bretagne, in das verschlafene kleine Dörfchen Saint-Michel-en-Grève. Das ist eine französische Gemeinde mit 453 Einwohnern im Département Côtes-d’Armor in der Region Bretagne und es gab tatsächlich nur einen kleinen Krämerladen, ein Café, ein sehr gutes Restaurant und eine tolle Créperie, das alles in etwa 7 Minuten mit dem Auto erreichbar wäre. Wir wohnten so richtig abgeschieden. Im Prinzip das totale Gegenteil zu unserem „Stadt-Haus“ in Quiberon. Die kurvige Landstraße führte entlang an Kuhweiden, alten Steinkreuzen und krummen Bäumen. Als wir dann irgendwann dachten, wir hätten uns verfahren, erschien auf einmal dieses zauberhafte alte französische Landhaus direkt vor unserer Nase. Das kann es doch nicht sein, oder? Fragend sahen wir uns an. Doch, so war es. Wir wurden bereits erwartet. Die Schlüsselübergabe erfolgte rasch und für 1 Woche waren wir die Hausherren in diesem teilweise noch aus dem 15. Jahrhundert erbauten Landhaus.

Wir haben erst einmal eine ganze Weile gebraucht, um uns an den Gedanken zu gewöhnen, dass dieser schöne Ort nun für 1 Woche nur für uns alleine frei zum erkunden ist. Die vielen Bäume, ganz dicke Eicheln, die dicken Hortensien-Sträucher, die vielen kleinen Eckchen zum Verstecken und zum Entspannen und zu guter Letzt noch dieser unheimlich schöne Ausblick auf´s Meer, der uns jeden Abend einen immer schöneren Sonnenuntergang geboten hat.

Ein französisches Landhaus mit Geschichte und jeden Tag haben wir uns neue Geschichten überlegt, wer alles hier schon übernachtet gelebt, geliebt, geweint und gelacht hat. Welche Berufe diese Menschen wohl ausgeübt haben, war es nur eine Familie mit vielen Kindern oder haben gleich mehrere Familien auf diesem herrlichen Anwesen gewohnt? Platz wäre auf jeden Fall zur Genüge vorhanden. Wer weiß, in unseren Köpfen haben wir auf jeden Fall die dollsten Geschichten erfunden.

Der riesige Kamin hat vor vielen Jahren sicher noch das ganze Haus beheizen müssen und ich stelle es ziemlich beeindruckend vor, wie groß das Feuer gewesen sein muss. Heute steht ein schöner einfacher und geschlossener Kamin mitten drin und es ist urig gemütlich in der Sitzecke vor dem Feuer.

Insbesondere das Master-Schlafzimmer hat es uns dann noch einmal so richtig angetan. Wir fühlten uns so wohl, dass nicht nur wir sondern auch am liebsten alle Kinder gleichzeitig nur bei uns geschlafen hätten. Dabei hatten sie selbst so schöne Zimmer und Betten. Ein riesiges Bett umgeben von dicken kühlenden Steinmauern hat uns jede Nacht zu einem erholsamen Schlaf eingeladen. Wir haben so gut geschlafen, dass wir Tag und Uhrzeit irgendwann vergessen hatten. Im Prinzip genau so, wie es sein sollte im Urlaub.

Nach dem „anstrengenden“ Badetag haben wir es uns am liebsten im großzügigen Wohnzimmer bequem gemacht. Einige von uns haben einfach nur gedöst, wieder andere haben versucht zu lesen und nochmal andere haben sich immer und immer wieder von der großen Sofalehne fallen lassen und so laut dabei gelacht, dass ich einfach mitlachen musste.

Vom Haus habe ich jetzt wohl genug geschwärmt (und dafür bekomme ich tatsächlich gar nichts ;-)), darum erzähle ich Euch jetzt noch ein bisschen von der Umgebung und erzähle Euch, welche Strände es uns angetan haben. Denn das Haus hat zwar den großen Vorteil, dass es wirklich einzigartig ist und, hatte ich erwähnt das es noch extra „Hobby-Haus“ mit Tischtennisplatte und Kicker gibt (?), aber es ist eben auch „ab vom Schuss“. Zu den nächsten Badestränden müsst Ihr locker 20-30 Autominuten in Kauf nehmen. Der Strand, den wir vom Haus aus bewundern konnten – in der Bucht Lieue de Grève – lädt tatsächlich lediglich zu langen Spaziergängen und zur Muschelsuche ein. Die Bucht hat uns eher ans Wattenmeer erinnert, denn bis zum Wasser ist es ziemlich weit und die klassischen Strandurlauber gab es dort nicht. Aber trotzdem hatte auch diese Bucht ihren ganz besonderen Charme und die Kinder haben neben vielen Muscheln auch den ein oder anderen Seestern gefunden.

Wenn Ihr aber bereit seid ein bisschen durch die zauberhafte bretonische Landschaft zu fahren (lohnt sich so oder so), bieten Euch tolle kleine Örtchen nicht nur authentische Restaurants und Geschäfte sondern eben auch die allerschönsten Badestrände, wie aus dem Bilderbuch.

Unsere erste Fahrt hat uns in den Ort Perros-Guirec geführt, am Port-Blanc. Einer der beliebtesten Urlaubsorte im Norden der Bretagne an der Côte de Granit Rose. Der Name des Ortes soll vom Wort Pen-Ros (Spitze des Hügels) abstammen. Im Ort selbst gibt es sehr viel zu sehen. Eine wunderschöne Pfarrkirche, die noch aus dem 12. Jahrhundert stammt. Wir haben den Ruheort besichtigt, der mitten in der Stadt liegt und wie so viele Kirchen in der Bretagne so echt und mystisch wirken.

Nicht nur bei den Kindern das Highlight zwei Tage hintereinander der Plage de Trestraou. Sicher keine einsame Bucht für einen alleine, aber dennoch groß genug um sie mit anderen teilen zu können. Das Wasser ist glasklar und hat mich ein wenig ans Mittelmeer erinnert. Kaum zu vergleichen mit der wilden Küste und den hohen Wellen in Quiberon. Für Kinder, die sich gerade erst ins Wasser trauen, genau das Richtige.

Von dort aus haben wir auch eine richtig aufregende Bootstour zu „Den Sieben Inseln“ gemacht und konnten von dort aus ins Reich der Seevögel eintauchen. Für die Kinder ist eine Bootstour eigentlich schon Aufregung genug, schließlich sind wir Landratten, durch und durch. Aber das Zwischenziel unserer Bootstour, die Île aux Moines mit ihrem unvergesslichen Blick auf die rosafarbenene Granitküste, hat uns dann wirklich den Atem verschlagen. So schön und unverwechselbar, die Natur dort.

Zum Glück der Vogelwelt wurde das Archipel 1912 als Landschaftsschutzgebiet und 1976 als Naturschutzgebiet eingestuft. Mit über 20.000 Seevogelpaaren und 27 Nistvogelarten ist das Gebiet das größte Vogelschutzgebiet an der französischen Küste. Ein Paradies für Vögel vor ihrem Aufbruch zu langen Zugreisen! Bootsausflüge ab Trestraou (Perros-Guirec) bringen Sie in dieses faszinierende Universum.

Wir hatten Glück und haben sogar eine der kuscheligen Kegelrobben auf einem Fels mitten im Wasser entdeckt. Sie war natürlich DIE Attraktion auf dem Boot.

Die Kinder und wir saßen ganz hinten und haben uns das Wasser um die Nase wirbeln lassen. So ein schönes Gefühl und die Tour hat uns allen großen Spaß gemacht. Wir waren etwa 2,5 Stunden alles in allem unterwegs und sind danach einfach wieder zum Strand gegangen. Solltet Ihr das vorhaben in Eurem Urlaub, empfehle ich Euch im Vorfeld zu buchen, die Touren waren doch wohl ziemlich voll und ausgebucht. Frühzeitig gebucht, hatten wir aber kein Problem mitzufahren.

Einen weiteren Strandabschnitt, den ich Euch wärmstens ans Herz legen kann, wenn Ihr Euch für die gleiche Region entschließt, ist in Trébeurden, der Plage de Tresmeur. Wir brauchten die Kinder eigentlich morgens nach dem Frühstück gar nicht mehr zu fragen. Einmal dort gewesen, wollten sie gar nicht mehr weg. Für uns der optimale Sandstrand mit vier, fünf Büdchen, die einem alles am Mittag bieten, was man benötigt. Ganz verschiedene Menschen, viele Einheimische und wieder glasklares Wasser.

Wir können wohl sagen, wir hatten wirklich einmal PAUSE. Von allem zu Hause, der Arbeit, dem Alltag, dem Haus, dem Umbau, den wir in diesem Jahr gestemmt haben und zusammen konnten wir als sechsköpfige Familie Erholung erleben. Dafür sind wir sehr dankbar und ich habe selten so eine tolle Landschaft erleben dürfen, wie in der Bretagne.

Zum guten Schluss noch das, worauf ganz viele unter Euch warten (weiß ich doch ;-)), der Link zu unserem Ferienhaus (*WERBUNG OHNE AUFTRAG*):

Bretonisches Landhaus aus dem 15. Jahrhundert (klick)

Und falls Ihr wirklich hinfahren solltet, freue ich mich sehr über einen lieben Gruß, eine Verlinkung oder ein Bild.

Eure Alexandra

2 thoughts on “Sommer-Urlaub in der Bretagne Teil II // Französischer Landhaustraum”

  1. Traumhaft schön – vielen Dank für den kleinen Urlaubsausflug, liebe Alex!
    Die Bretagne ist einfach zu schön. Und es gibt jedes mal ein neues kleines Städtchen oder einen Küstenabschnitt zu entdecken.
    Liebe Grüße und einen guten Start morgen zurück in den Alltag,
    Sabine

    1. Liebe Sabine,

      es war so wunderschön. Wir konnten uns richtig gut erholen und den Alltag zu Hause mal vergessen. So soll Urlaub sein. Und heute geht es ja auch schon wieder los mit der Schule.
      Habt einen schönen Start und alles Gute,
      Alex

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