Familylife – Weekending

 

Wie es ist mit mehreren Geschwistern groß zu werden, aufzuwachsen, geschweige denn ein Zimmer mit der großen Schwester zu teilen, das konnte ich mir nie so richtig vorstellen. Für mich als Einzelkind war die Vorstellung einfach immer schön jemanden zum Spielen, Toben und Lachen zu haben. Wie gerne hätte ich selbst eigene Geschwister gehabt, mit denen ich abends im Bett noch hätte Geschichten lesen oder Pläne für den nächsten Tag schmieden können. Diejenigen unter Euch, die Geschwister haben, es sich eben nicht aussuchen konnten und in diesem „Geschwisterding“ einfach drin sind, finden es nicht immer ganz so lustig und unterhaltsam. Oftmals nervt es auch einfach, wenn die kleine Schwester wieder einmal vorgezogen wird, weil sie „ganz dringend“ etwas zu erzählen hat, nicht warten kann oder der große Bruder schon wieder gelobt wird, weil er einfach so viel weiß. Manchmal gibt es dann das Gefühl, selbst gar nicht so gesehen zu werden und das Gefühl, dass alle anderen einfach immer vorgezogen werden. „Warum ist eigentlich ständig nur Johann auf Deinem Arm?“ Ja, warum eigentlich? Jedes Kind möchte und muss auch gesehen werden, als Individuum und als Mensch. Das werden unsere Kinder natürlich auch und sowohl der Mann als auch ich versuchen nach bestem Wissen und Gewissen allen Wünschen, Träumen, Kuscheleinheiten und Fragen der Kinder gerecht zu werden. Doch wer selbst Geschwister hat, weiß, dass Mama sich einfach nicht zerteilen kann und das eigene Bedürfnis vielleicht doch manchmal einfach zurückstecken muss. Geschwister sind einfach nie alleine. Das kann in vielerlei Hinsicht ein Vorteil sein, aber an manchen Tagen und in manchen Wochen kommt es einem vor wie eine Last und Kinder möchten und sollen auch einmal Exklusivzeit mit einem Elternteil verbringen dürfen. Das ist unglaublich wichtig, stärkt das Selbstwertgefühl und das Band zwischen Mama/Papa und dem einzelnen Kind.

 

Am Sonntag war Theresa einmal an der Reihe. Nachdem der große Junge bereits vor ein paar Wochen einen ganzen Tag mit dem Papa alleine unterwegs war (die zwei haben die Neanderthaler besucht und sich einfach mal einen Männertag mit anschließendem Steakhaus-Besuch gegönnt), durfte gestern heute unsere wilde Hummel mit dem Papa los. Theresa benötigt im Alltag unglaublich viel Aufmerksamkeit und ist sehr eifersüchtig, insbesondere auf ihren kleinen Bruder. Ob es nun daran liegt, dass unser kleiner Johann so schnell hinterherkam und sie einfach bereits nach kurzer Zeit vom „Thron“ gestoßen wurde oder ob es an ihrem Temperament liegt oder an der Tatsache, dass sich gerade viel um die kommende Einschulung von Charlotte dreht. Das spielt auch überhaupt gar keine Rolle. Sie hat das gute Recht unsere Aufmerksamkeit zu bekommen und wir haben in den letzten Tagen gespürt, dass es jetzt an der Zeit ist ihr zu zeigen, wie wichtig sie uns ist und dass sie ein ganz ganz tolles Mädchen ist. Der Mann hat sie Sonntag Morgen mit einem richtig tollen Ausflug überrascht. „Ganz alleine? Nur Papa und ich, ganz ohne Charlotte? Wie toll :-). “ Das war das Erste was ihr dazu einfiel. Sie hat einen richtigen Luftsprung gemacht und wollte am liebsten direkt im Nachthemd schon los.

 

 

 

 

Lange hat es dann auch nicht mehr gedauert. Bis nach dem Frühstück musste sie noch warten und dann haben die zwei einen ganz einzigartigen und wichtigen Tag miteinander verbracht.

 

 

 

 

 

 

Ich bin mir sicher, dass Theresa da ganz lange von zehren wird. Und am Abend vor dem Zubettgehen wollte sie den Papa noch einmal ganz kurz alleine sprechen: „Können wir das irgendwann noch einmal zusammen machen? Es war so schön.

 

 

 

Wir Daheim-Gebliebenen haben in der Zwischenzeit noch ein wenig von unseren Muffins genascht, die wir bereits am Vortag für das Kindergartenfest in doppelter Ausführung gebacken haben.

 

Und falls Ihr auch einmal wieder Lust auf richtig leckere leichte Sommer-Muffins habt. Dann solltet Ihr unbedingt unsere Zitronen-Joghurt-Muffins ausprobieren. Die waren ganz köstlich und haben einfach so richtig nach Sommer geschmeckt. Das Rezept habe ich jetzt für Euch.

 

 

 

Rezept für 12 Zitronen-Joghurt-Muffins

 

  • 125 Gramm Butter (weich)
  • 250 Gramm Naturjoghurt
  • 125 Gramm Vollrohrzucker
  • 1 Ei
  • Abrieb und Saft von einer Bio-Zitrone
  • 250 Gramm Dinkelmehl
  • 1 EL Backpulver
  • 1/2 TL Natron
  • 1 Prise Salz

 

Zunächst rührt Ihr Eure Butter mit dem Vollrohrzucker, der Zitronenschale und dem Saft der Bio-Zitrone gut zusammen auf. Das Ei kommt während des Rührvorgangs dazu. Danach gebt Ihr noch Euren Naturjoghurt dazu und siebt Euer Mehl plus Backpulver, Natron und Salz.

 

Den Teig verteilt Ihr auf Eure 12 Muffinförmchen und gebt sie für ca. 20-25 Minuten in den vorgeheizten Ofen bei 180 Grad.

 

 

 

 

 

 

 

 

Nach dem Backvorgang könnt Ihr Eure Muffins noch nach Belieben verzieren. Ich nehme zu Zitronenmuffins immer gerne einen Zuckerguss aus Zitronensaft und Puderzucker.

 

Startet gut in die neue Woche,

Eure Alexandra

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