Das Jahr 2019 war auf jeden Fall eines. Ziemlich abwechslungsreich für uns alle. Und zum guten Schluss hat es in der zweiten Jahreshälfte doch noch so einige schöne Überraschungen für uns bereit gehalten. Überraschungen, mit denen wir so wohl in dieser Form nicht gerechnet hätten und die mich unglaublich dankbar werden lassen. Um Euch jetzt keinen allzu langen persönlichen Jahresrückblick zuzumuten (genauso wenig wie ich mir diesen zumuten möchte ;-)), schreibe ich einfach eine kleine Liste der Dankbarkeit und zähle im chronologischen Jahresrückblick auf, was mich auch heute noch innehalten und dankbar werden lässt.

Januar

Das wohl wichtigste und nachhaltigste „Geschenk“, das wir im Januar erhalten haben, war der Schlüssel zum zweiten Teil unseres Hauses. Der große Hausumbau konnte losgehen (klick hier zum Umbau), mit ganz vielen Plänen und Träumen im Kopf, mit (rückblickend) auch einigen Illusionen und vorallem aber mit ganz viel Bauschutt, Dreck und Staub. Am Ende aber, die beste Entscheidung, die wir treffen konnten und ich kann Euch gar nicht sagen, wie glücklich wir mit der Situation sind, wenn auch viel Schweiß, Kosten, Nerven und Arbeit im Umbau lagen. Der Aufwand hat sich gelohnt.

Ein weiteres tolles Ereignis war natürlich der 3. Geburtstag von unserem Johanni. In diesem Jahr hat er sich einen Feuerwehr-Geburtstag gewünscht und wir haben die Geburtstagstafel im Feuerwehr-Style dekoriert (klick hier zum 3. Geburtstag).

Februar/März

Dankbar für ein tolles, buntes und lustiges Karneval 2019. Zugegebenermaßen zählt Karneval nicht zu meinen Lieblingsfesten im Jahresablauf, aber seitdem wir Kinder haben, finde ich doch immer mehr Gefallen am jecken Treiben. Gemeinsam mit anderen Freunden (klein und groß) ziehen wir zusammen los und gehen auf Kamelle-Jagd.

Außerdem hat sich insbesondere in den ersten Monaten des Jahres wieder einmal gezeigt, was für tolle Kinder wir haben. Es ist nicht selbstverständlich, über Monate auf einer Großbaustelle tagtäglich zu schlafen, zu essen, zu leben. Tag für Tag ziemlich viele Einschränkungen in Kauf nehmen zu müssen (Räume dürfen nicht betreten werden, die meisten Spielsachen sind in Kartons verpackt, überall herrscht Chaos und Staub und auch Mama und Papa liegen den ein oder anderen Tag die Nerven blank). Dafür möchte ich ein richtiges fettes Dankeschön an unsere Kinder aussprechen und ich glaube, auch sie wurden für ihre Geduld und Mithilfe reichlich mit dem Durchbruch und den damit verbundenen weiteren Zimmern und dem großen Platz entlohnt.

April/Mai

Nicht wegzudenken in der Osterwoche ist unser mittlerweile alljährliches Osterfeuer-Fest. Zum Fest kommen viele Freunde und ich finde es mit eines der schönsten Feste, weil es einfach „einfach“ ist. Kein großes Essen, kein tam tam, Kartoffelsalat mit Würstchen, einen Kasten Bier für die Jungs, Brause für die Kinder und ganz viel Liebe für uns. Die Haare und Klamotten erinnern einen noch Tage nach dem Osterfeuer ans Ereignis und erst danach fängt für mich so richtig der Frühling an.

Neben dem Geburtstag unseres Ältesten, der bereits 9 Jahre alt geworden ist, war ein weiteres Großereignis seine Erste Heilige Kommunion. Fast ein Jahr lang hat er den Kommunionunterricht besucht und sich auf diesen Tag vorbereitet. Besonders freut mich, dass er so großen Gefallen an der Religion gefunden hat, dass er direkt in die Ausbildung zum Messdiener übergegangen ist. Das ist gerade in der heutigen Zeit nicht selbstverständlich und bedeutet doch wohl auch an vielerlei Stellen und Orten ein starkes Rückrat.

Juni/Juli

Kommen wir zum Übergang von Frühling in den Sommer. Besonders dankbar bin ich in diesen Monaten immer für unseren wunderschönen großen Garten, der uns mittlerweile reich mit Obst und Gemüse beschenkt. Besonders lecker die Kirschen, Johannis- und Himbeeren, die wir pflücken und naschen durften. Immer ein großes Highlight bei Klein und Groß, wenn es ums Pflücken geht.

Weiterhin dankbar bin ich für ein erstes Jahr mit meinen Naturkindern im Kindergarten. Ihr könnt Euch vielleicht erinnern, dass ich im letzten Jahr mit der Ausbildung zur Naturtrainerin beim NABU begonnen habe. Diese Ausbildung habe ich in diesem Jahr erfolgreich abgeschlossen und bereits vor den Sommerferien meine erste Gruppe Naturkinder im Kindergarten verabschiedet. Die Kinder haben mir ein kleines Geschenk überreicht, was mich ziemlich stolz und dankbar gemacht hat. Die Arbeit mit den Kindern in und mit der Natur und das Erlernen des Umgangs mit Pflanzen und Tieren in Kombination mit kleinen süßen und wissbegierigen Kindern bereitet mir eine große Freude.

Mächtig dankbar war ich direkt zu Beginn der Sommerferien für wieder einmal so tolle große und selbstständige Kinder, von denen die ältesten beiden zum ersten Mal für eine ganze Woche alleine in den Zelturlaub gefahren sind. Sie haben sich einer Kinder- und Jugendgruppe angeschlossen, mit der sie in der einen Woche reichlich an Selbstbewusstsein und „Größe“ diazugewonnen haben. Ich glaube, mir fiel der Abschied für eine Woche am schwersten, aber ich bin froh, dass die beiden es gemeinsam geschafft haben (klick hier zum Beitrag).

Ziemlich happy bin ich mit meinem neuen Fahrrad, das ein großes Geschenk der Familie zu meinem 38. Geburtstag war. Ich habe es mir im Vorfeld aussuchen dürfen und die erste Fahrt natürlich direkt am 30. Juli gemacht. Seitdem bin ich wieder ziemlich viel mit dem Radl unterwegs und ich genieße das unglaublich. So ein tolles Rad hatte ich glaube ich noch nie.

August/September

Eines unserer größten Jahreshighlights war natürlich der gemeinsame Sommerurlaub in die Bretagne. Selten hatte ich so einen wundervollen Urlaub und für die Kinder ist es wohl auch für immer unvergessen. Wir haben so viele gemeinsame Erinnerungen geschaffen und tolle Momente erlebt. Alle sind gesund, glücklich und sehr braun aus diesem Frankreich-Urlaub wiedergekehrt. Wenn ich so darüber nachdenke, ich könnte direkt schon wieder fahren (klick hier zum Bretagne-Urlaub und hier).

Ein weiterer Geburtstag, der mich dankbar, stolz und auch ein bisschen wehmütig werden lässt. Der siebte Geburtstag von Charlotte war Teil des Augusts und wir haben diesen Geburtstag natürlich gebührend gefeiert. Sie hat sich eine Eisparty gewünscht und der Eiswagen kam zu uns nach Hause. Ein mega Highlight für uns alle. Bei Charlotte spüre ich gerade einen ganz deutlichen Umbruch. Sie ist nicht mehr die kleine Charlotte. Sie hat ihren eigenen Kopf, weiß mehr als genau was sie will und wie sie dort hin kommt. Sie zieht sich immer öfter in ihr Zimmer zurück, möchte auch mal alleine sein, zum Lesen, Musik hören oder Malen. Sie sieht mir genauestens zu, wie ich mich morgens im Bad fertig mache für den Tag, wie ich meine Haare kämme und was ich anziehe. Ein tolles großes Mädchen und wir sind so glücklich sie zu haben.

Dankbar bin ich für kleine Auszeiten, die ich mir ganz alleine oder mit einer Freundin nehmen durfte. Ein Wochenende habe ich nur mit meiner Freundin an der Nordsee verbracht und einen weiteren tollen und spannenden Tag alleine in Berlin bei Waldorf 100 (klick hier zum Beitrag). Das ist nicht selbstverständlich und ich weiß es durchaus zu schätzen, dass der Mann mir in dieser Zeit den Rücken freigehalten hat und zu Hause alles hervorragend gemanaged hat.

Oktober/November

Der Oktober hat dann nicht einen tollen fünften Geburtstag für Theresa mit sich gebracht sondern wohl auch die größte Überraschung, die dieses Jahr überhaupt für uns bereithielt. Im Oktober hat ein positiver Schwangerschaftstest in meinen Händen unsere Welt ganz schön zum Wanken gebracht und ich wusste im ersten Moment gar nicht so recht wie mir geschah. Natürlich haben wir schon häufiger über ein mögliches 5. Kind gesprochen, doch waren wir uns eben (noch) nicht wirklich im Klaren, ob das was wir haben nicht schön das größte Glück auf Erden ist. Vier gesunde Kinder sind nicht selbstverständlich. Das wissen wir und das ist wohl das größte Geschenk, das man sich überhaupt vorstellen kann. Wird ein fünftes Kind unsere momentan so geordnete Welt nicht wieder komplett auf den Kopf stellen? Diese Entscheidung zu treffen wurde uns jetzt vom Schicksal abgenommen und wir sind so glücklich, dass es so gekommen ist.

Eine ganz besondere Woche durften wir noch gemeinsam mit den Großeltern in den Herbstferien verbringen. Es ging für die ganze Familie in den Schwarzwald und wir wurden eine Woche lang von vorne bis hinten verwöhnt, sämtliche Wünsche wurden uns von den Augen abgelesen und sowohl die Kinder als auch wir haben eine sehr erholsame Zeit im Süden Deutschlands verbringen dürfen. Da ich zu dieser Zeit ja bereits unser damals noch kleines Geheimnis unter meinem Herzen tragen durfte, habe ich diese Woche wohl besonders genossen, weil ich weiß, dass wir im nächsten Jahr wohl nicht allzu viel Urlaub nehmen werden.

Ein toller goldener Herbst hat dann zu Hause auf uns gewartet und wir haben trotz einer Menge Regen im November reichlich Zeit draußen verbringen können. Auch das ist wertvoll und wichtig.

Besonders dankbar und ich muss gestehen, ich hätte es fast vergessen, weil ich einfach kein wirkliches Bild für dieses Ereignis für Euch bereithalte, ist, dass ich seit November auch wieder einer neuen festen Tätigkeit nachgehe, die mir Spaß macht und die mich neben unserer Familie erfüllt. Sie hat auch mit Kindern und Jugendlichen zu tun und verbindet meinen eigentlich erlernten Beruf der Betriebswirtin perfekt damit.

Dezember

Im Dezember ist es mir wieder einmal bewusst geworden, welch großes Glück wir doch mit unserem Schulwechsel, den wir bereits im letzten Jahr vollbracht haben, hatten. Der Wechsel zur Freien Waldorfschule war die einzig richtige und konsequente Entscheidung auf unser Familienleben zu Hause und auf die Bedingungen an staatlichen Schulen derzeit. Unsere Kinder fühlen sich pudelwohl, sind so richtig angekommen auf der Freien Waldorfschule und gehen tagtäglich gerne in den Unterricht. Im Dezember (eigentlich am letzten Tag des Novembers, ich zähle den Tag jetzt einfach mal zum Dezember dazu ;-)) fand der alljährliche Weihnachtsbasar statt, der eine Menge Vorbereitungen im Vorfeld mit sich gebracht hat. Doch dieses Event ist einfach so wunderschön, dass es uns immer noch lange in schöner, stimmungsvoller Erinnerung bleibt.

Der große Abschluss des Jahres war dann natürlich noch unser ziemlich entspanntes und friedliches Weihnachtsfest mit der ganzen Familie. Wir haben bei uns zu Hause gefeiert, die Großeltern waren da und der Patenonkel vom Großen, der auch jedes Jahr zum Heiligen Abend unser Gast ist. Der Tag war richtig schön. Wir hatten bereits alles vorbereitet, hatten kaum Verpflichtungen und konnten alles ganz besinnlich und locker angehen.

Das Jahr 2019 war ein ziemlich gutes Jahr für uns alle und ich denke, wir dürfen uns glücklich und dankbar schätzen gesund zu sein, uns als Familie zu haben und vor allem das größte Glück auf Erden, ein neues kleines Menschenwesen auszutragen noch vor uns zu haben.

DANKE Euch für Eure Treue, für Eure Kommentare und Eure Freundlichkeit, die Ihr mir immer wieder entgegenbringt. Das bedeutet mir sehr viel.

Ich freue mich auf ein weiteres Jahr Reges Leben mit Euch zusammen.

Eure Alexandra

One thought on “Dankbar für das was war und Vorfreude auf das was kommt // Jahreswechsel 2019/2020”

  1. Hach, so schöne Neuigkeiten… Manchmal ist es gut, wenn man nicht selbst plant, auch wenn man davon überrumpelt wird. Ich spreche da aus Erfahrung. Und am Ende ist es genau richtig, wie es ist (das hat jetzt auch der Herr TAC festgestellt, wo unser 3. Wunder schon bald 3 wird…)
    Und wo 4 Kinder so wunderbar behütet groß werden, ist auch Platz für ein 5.
    Ich wünsche euch einen guten Start im neuen Jahr, möge es so gut weiter gehen.
    LG von TAC

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